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Traumwetter bei der 4. Jakobuswanderung (ben) - Knapp dreizehn Kilometer bewältigten die 27 Teilnehmer der 4. Jakobuswanderung der Seelsorgeeinheit „Unterm Bernhardus“. Luitgard Wamsler hatte die einzelnen Wegstrecken und die Meditationen bei den drei Stationen vorbereitet. Bei einer Eucharistiefeier in der Bargauer Jakobuskirche erteilte Pfarrer Daniel Psenner den Pilgersegen. Ein Bus brachte die Wanderer zunächst zum Wanderparkplatz Kreuzeiche bei Ohmden. Blauer Himmel und Sonnenschein begleitete sie von Anfang bis zum Ende. In Notzingen besuchte man die evangelische Jakobskirche aus dem Jahre 1833 und erfuhr, weshalb damals ein so großes Kirchenschiff mit etwa 500 Sitzplätzen gebaut wurde. Zur Einweihung stiftete Herzogin Henriette von Württemberg zwanzig Tafelbilder mit Bibeldarstellungen. Von der Vorgängerkirche von 1620 ist lediglich noch der Taufstein erhalten. Über den kleinen Weiler Freitagshof erreichte man Bodelshofen, die zweitkleinste Gemeinde der evangelischen Landeskirche. Das heutige kleine Kirchlein geht auf das Jahr 1105 zurück, die Anfänge reichen aber bis in die karolingische Zeit hinein. Das ganze Mittelalter war es Sammelstelle für Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Hier wurde Andacht gehalten vor dem Freskenzyklus über die Passion Christi, der erst bei der Renovierung 1964 freigelegt wurde. Bemerkenswert sind auch die vier Glasfenster des Künstlers Hans-Gottfried von Stockhausen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Bus brachte die Gruppe am späten Nachmittag dann zur Egental-Hütte in Degenfeld, wo der Tag seinen Ausklang fand, bevor sich die Wege der Pilger wieder trennten. Dass man im kommenden Jahr die fünfte Etappe der Jakobuswanderung in Richtung Rottenburg/Neckar angehen will, war allen Beteiligten klar. Bildunterschrift: Vor dem Panorama des Eierbergs stellten sich die Jakobus-Pilger dem Fotografen, bevor in der Degenfelder Egental-Hütte der Abschluss gefeiert wurde. (Foto: privat)

